Curry… so wahnsinnig vielseitig! Genau wie dieser Beitrag :-)

Unser ruhiges Patchworkwochenende läuft bis jetzt wirklich entspannt ab. Gestern Kino während der kleinste (übriggebliebene) bei Oma die Wohnung auf den Kopf gestellt hat 🙂 Und Abends dann ganz entspannt was gekocht was die andern nicht so wirklich gerne essen. Geht recht schnell und schmeckt himmlisch. Jedes mal anders und doch gleich
Unsere Currypfanne! Die Zutaten sind jedesmal anders. Das was der Kühlschrank noch los werden will. Dieses mal Karotten, Paprika und Pilze. Einfach anschwitzen in Kokosöl. Mit Kurkuma rösten. Kokosmilch dazu.Mit Curry, Garam Masala, etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Die Woknudeln dazu geben – diesesmal hatte ich welche ohne vorkochen- Und weil wir heute Lust darauf hatten, gab es die Sojaschnitzel dazu. Eingelegt in einer total leckeren süss-sauren Marinade und angebraten gab es sie mit Avocado obendrauf.

Zack- die <3 männer waren glücklich! Und wenn sie es sind bin ich es auch 😉

Der Kleinste steht total auf diese „Fleischersatznummer“. Anfangs hab ich noch versucht es ihm auszureden 😉 Aber nun denn, für mich eine alternative mit der ich mich nun angefreundet hab. Auch die Grossen kommen gut damit klar. Also gibt es hier schon ab und zu vegane Würstchen, Nuggets & Co. Somit sind wir alle glücklich – irgendwie

Was allerdings unterwegs manchmal zu Konflikten und demonstrativen Blicken führt. Beispielsweise auf Festen, Veranstaltungen, etc. Der kleinste versteht den Unterschied von der Wurst zuHause zur Tierwurst unterwegs nicht. Ich versuche sogut es geht solche Situationen zu vermeiden. Denn am Ende fühle ich mich nicht gut, weil ich meinem Kind etwas verweigere was er nicht versteht. Er fühlt sich schlecht weil er nicht versteht wieso ich dies tue und die Umwelt versteht nicht, wieso ich „mich so anstelle“

Manchmal fühle ich mich wie in einem Hamsterrad. Ich renne und renne und komme nicht weiter…..  aber das ist wohl der Preis den ich zahle. Und ich zahle ihn weiterhin mit Überzeugung.

Ich erzähle immer gerne die Geschichte als Phil zur Welt kam. Was war ich damals eine Aussenseiterin. Hatte ich mein Baby nach dieser schweren Geburt doch rund um dir Uhr bei mir, auf mir, an meiner Brust…. die Schwestern im Krankenhaus stellten mich täglich aufs neue zur Rede. Ich fühlte mich schlecht, musste mich rechtfertigen, bekam Stillprobleme, konnte mein Baby nur mit Stillhütchen stillen. Erst zuhause kam ich und mein Baby zur Ruhe. Ich stillte weiter nach Bedarf – was in seinem Falle hieß JEDE STUNDE! Tag&Nacht … Hätte ich damals nicht die wunderbare Unterstützung meiner Schwägerin gehabt, die mich in allem bestärkte und mir gut zuredete oder die meiner Mutter die sich um den Haushalt und alles andere kümmerte, hätte ich sicher das Stillen aufgegeben. Und somit eine prägende und wertvolle Zeit verschenkt <3 Und was wurde ich beäugt, ermahnt und belächelt – ja sogar fremdgeschämt hat man sich für mich- weil ich mein Baby mit 10 Monaten immernoch stillte. Und das immernoch auch in der Öffentlichkeit. Ich versteckte mich nicht in Autos, Hinterzimmern oder Besenkammern. Ich lernte jedoch sehr schnell die Blicke der anderen zu ignorieren. Denn die meines Babys waren 1000 mal mehr Wert. Und ab und an erblickte ich auch liebevolle Blicke. Blicke oft von Frauen in hohem Alter, in denen ich Sympathie und manchmal sogar Traurigkeit erkennen konnte – vielleicht weil sie selbst diese Erfahrung nie hatten/haben durften….
Ohhhh und dieses Tuch!!! Was wurde ich von fremden Leuten angehalten, ermahnt , ja sogar beschimpft was ich meinem Kind damit antuen würde. Es bekäme keine Luft, würde nie Laufen lernen,  Rückenprobleme bei mir und ihm natürlich vorprogrammiert….  Ich ging durch eine harte Schule. Das mein Baby im Ehebett bei mir schlief erwähnte ich erst garnicht…
Beim Mädchen dann 1 Jahr später wurde es dann plötzlich weniger. Die Leute schauten immernoch, aber die Blicke veränderten sich. Es kamen keine Sprüche und Ermahnungen mehr. Ja manchmal kam sogar Interesse …. und Offenheit! Und es wurde immer mehr. Von Jahr zu Jahr erblickte ich andere Mamas in der Stadt die ihre Babys in Tragetüchern gewickelt hatten. Und ab und zu sah man auch eine junge Mama im Cafe oder abseits am Brunnen ihr Baby stillen. Jedesmal wenn ich soetwas sah hüpfte mein Herz. Weil die Frauen wieder ihr Vertrauen zurückfanden. Ihr Vertrauen zurück zu sich, ihrer Intuition und ihrem Mutterinstinkt <3

Und heute?? 8 Jahre später ist es mitten in unserer Gesellschaft angekommen – oder zurückgekommen?- Ist es ganz natürlich sein Baby wieder zustillen, über die Beikost sogar hinaus!
Nur am Rande: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt eine Stilldauer von 2 Jahren, unabhängig von Allergien & Unverträglichkeiten oder Herkunft.
Es ist ganz normal geworden sein Baby im Tuch zu tragen. Ihm Nähe zu schenken. Das Praktische & das Nötige zu verbinden wie Hundespaziergang oder Hausarbeit & nörgelndes, zahnendes, liebebedürftiges Baby umsorgen.
Und auch dass das Baby bei den Eltern schläft wird nicht mehr als verziehen, verwöhnen oder gesundheitsschädigend angesehen
Ist das nicht wundervoll?! <3

So, jetzt erklärt mir mal einer wie ich von Curry aufs Stillen kam?! 🙂

Ich hoffe ihr habt zwischen den Zeilen lesen können und verstanden was ich euch versuche zu vermitteln 😉

Ich mache mich gleich hübsch, denn wir wollen auf die Messe! Vielleicht schaffe ich heute Abend noch einen Beitrag darüber…

Habt einen feinen Sonntag ihr lieben Leser <3

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2 Gedanken zu „Curry… so wahnsinnig vielseitig! Genau wie dieser Beitrag :-)“

  1. Liebe Christina!
    Zum Curry hätte ich wahrscheinlich gar nichts geschrieben, obwohl es durchaus was für mich wäre, aber zum Rest will ich kurz danke für deine Vorreiterschaft sagen.
    Ich kenne diese Vorurteile zwar auch noch, aber wahrscheinlich schon viel abgeschwächter- sind wir doch drei Jahre später.
    Aber dadurch, dass das aus mir heraus kam, nicht irgendetwas, was ich mir vorgenommen hatte umzusetzen, sondern der Weg, der uns und unserem Baby guttat, ließen sich diese negativen oder skeptischen Blicke und Kommentare gut ertragen.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Oh Anne,
      Ich danke dir für deine lieben Worte! Genau meine Gedanken und genau das war auch mein Bestreben den Beitrag so zu veröffentlichen!
      Ich hab erst hin und her überlegt, aber es hat sich richtig angefühlt <3
      Danke für deinen Zuspruch
      Wir sind auf dem richtigen Weg :-*

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