Holunderleckereien

Hallo ihr Lieben!

Mich hat mal wieder die „Schreibwut“ gepackt und heute geht’s um den Holunder. Der Holunder ist nicht nur eine tolle Heilpflanze, nein, er schmeckt auch super lecker und die Geschichten, Sagen und Mythen muss man mal gehört bzw. gelesen haben.
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Ich denke, jeder weiß ungefähr wie der Holunder aussieht, dass wir aber alle den gleichen im Kopf haben gibt’s erst mal eine kurze Beschreibung:
Name: Holunder, Holler, Holder, Fliederbeerenbusch
Botanischer Name: Sambucus nigra
Er wächst als Halbstrauch, Strauch oder kleiner Baum
Höhe: 1-15m
Arten: auf der Welt gibt es ca. 10 verschiedene Arten, in Deutschland ist der häufigste Vertreter der schwarze Holunder (Sambucus nigra)
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Der Holder wächst im Übrigen da wo er will. Meist aber an Waldränder.
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Als Heilpflanze hilft er sehr gut bei Erkältungen. Er wirkt schweißtreibend und fiebersenkend.
Seine Inhaltsstoffe sind: bis zu 3.5% Flavonoide, 0,2% ätherisches Öl, Kaffeesäureester, Gerbstoffe, Phytosterine und Schleim.
Wirkung: schweißtreibend, entzündungshemmend, er erhöht die Widerstandskraft gegen Infekte, bei trockenem Husten regen die Blüten das Bronchialsekret an und bei verschleimten Husten und Nebenhöhlenentzündung lösen sie den Schleim.
Wenn man merkt, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, dann schnell Holunderblütentee über den Tag trinken, abends noch ein Holunderblütenbad nehmen und ab ins Bettchen. Wirkt wahre Wunder.

Holunderbeeren haben einen hohen Flavonoidgehalt (Flavonoide sind Pflanzenstoffe, die für die Farbgebung der Pflanze verantwortlich sind und sie schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen. Sie haben auch eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus) und wirken deshalb entzündungshemmend. Sie haben auch einen hohen Vitamin C Gehalt. Sie werden bei Erkältungen mit Fieber gern zu Saft verarbeitet und als „Fiebersaft“ genommen. Ganz WICHTIG, NICHT roh essen!!!!! Im rohen Zustand gibt’s Magenkrämpfe und Durchfall!!!! Das liegt am giftigen Glycosid „Sambunigrin“, das die Samen in der Beere enthalten. Dieses Glycosid wird aber beim Kochen zerstört.
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Jetzt gehen wir aber zum leckeren Teil über 😉
Ich hab euch 2 tolle Rezepte mitgebracht.
Rezept Nr. 1: Holunderblütensirup
-1 ½ L Wasser
-2kg Zucker (ja, ihr habt richtig gelesen)
– 1 unbehandelte Zitrone
-50g Zitronensäure
– 20 Dolden Holunder

Wasser mit Zucker aufkochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann Zitronensäure dazu. Den Herd ausschalten Zitronenscheiben rein und die Dolden dazu (so, dass nur noch die Stiele aus dem Zuckerwasser schaun). Ca. 4 Stunden ziehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen.
Ich persönlich koche das Ganze nochmal auf und fülle den Sirup dann in heiße Flaschen ein. Ich meine, er hält so länger 🙂
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Rezept Nr. 2 Holunderblüten-Pfannkuchen…. Hmmmm….. lecker….
Ihr braucht nen ganz normalen Pfannkuchenteig. Hier mal ein veganes Rezept:
– 200g Mehl
– 250g Sojamilch oder irgendeine andere Milch
– 1 Pck. Vanillezucker
– 1 Prise Zimt
– 1 El Apfelmus
– 1 El Apfelessig
– ½ Pck. Weinsteinbackpulver

– Fett oder Öl zum Ausbacken
– Ca. 15 Holderdolden
– Puderzucker
Alles, bis auf das Öl, den Holder und Puderzucker, verrühren. Falls der Teig zu dick ist, einfach noch etwas Milch dazu. Öl in der Pfanne erhitzen. Die Holderdolden nehmt ihr am Stiel und taucht sie in den Teig. Alle Blüten sollten schön dick mit Teig bedeckt sein. Dann ab in die Pfanne damit und schön golden ausbacken. Puderzucker drüber und genießen! So lecker!
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Jetzt gibt’s noch ein paar Geschichten, Mythen und Sagen über den Holder:
In der nordischen Mythologie heißt es, dass „Freya“ die Beschützerin von Haus und Hof im Holunderbusch wohnt. Ihr wurden dort Opfergaben gebracht.
Im Christentum heißt es, dass Judas sich nach dem Verrat an Jesus, an einem Holderbusch erhängt haben soll, sogar das Kreuz von Jesus soll aus Holunder gewesen sein.
Holunder wurde früher nicht von Bauern gefällt, weil sie Angst vor der Hexe hatten, die angeblich darin wohnte.
Das Umarmen des Holunders soll vor Kinderlosigkeit schützen (ich glaub, ich hab den Holder zu oft umarmt 😉 😉 😉 )
Man pflanzte früher den Holder oft als Schutz vor bösen Geistern und Blitzeinschlägen als Hausbaum, man sieht heute noch an fast allen alten Höfen hier im Allgäu einen Holunder stehn.
Schläft man unter einem Holunderbaum ein, so gelangt man der Sage nach ins Feenland (das gefällt mir am besten, muss ich mal ausprobieren 😉 )
Und es gibt noch viele, viele mehr solcher Mythen, Sagen und Geschichten.
Besteht der legendäre Elderstab in der Harry-Potter-Welt nicht auch aus Holunder?

So, ihr Lieben, das wars heute mal wieder von mir. Geht schön raus und holt euch etwas Holunder ins Haus 🙂

Ganz liebe Grüße,
Eure angehende Kräuterhexe Jenny

PS: Ringel, Ringel, Reihe
Wir sind der Kinder dreie,
sitzen unterm Hollerbusch,
machen alle husch, husch, husch 😉

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