Ich mag garnicht schauen, wie lange der letzte Beitrag her ist… So ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen hab ich schon. Aber es war so, so nötig!
Nicht nur für mich, auch für meine Familie. Die letzten 2 Jahre waren der absolute Wahnsinn. So viel ist passiert. Ich hab den Schritt gewagt, den Blog ein klein wenig weiter auszubauen, es gab tolle Veranstaltungen, Kurse und wertvolle Zeit mit tollen Menschen. Kochkurse, Vorführungen, Workshops, der Potluck, Beratungen und meine erste Messe.

Privat passierte zeitgleich sehr viel. Ich begann ,nach der Elternzeit vom Kleinsten, wieder zu arbeiten. Der Grösste brauchte liebevolle Begleitung und meine Oma trat mit uns an ihrer Seite, ihren letzten Weg an.

Und als dieser Abschnitt meines Lebens vorbei war, verspürte ich das dringende Bedürfniss zu fasten. Network-fasten. Instagram hatte einige Wochen sehr wenige, private Beiträge. Facebook war ich länger nur stiller Mitleser. Meine Familie brauchte mich zu 100%. Und ich brauchte sie ebenfalls so stark.

Als „Abschluss“ machte ich letzte Woche dann auch ein Saftfasten. Was mir wirklich gut getan hat. Es reinigt nicht nur den Körper – sondern auch die Seele.
Ich habe sehr viel an mir gearbeitet seit meine Oma von uns gegangen ist. Das alles hat an mir gearbeitet. Und ich bin so so dankbar, das es so wundervolle Menschen gibt, die mich dabei begleitet haben.
Ob das mein Mann ist, der mir jeden Tag, immer wieder sagt und zeigt, das er mich liebt.
Meine 3 Kinder, an denen meine Liebe zu ihnen ,sichtbar ist.
Meine starke Mama die immer und bedingungslos für mich da ist.
Die Freundin, der ich meine Gedanken mitteilen kann oder der/die Bekannte, bei denen es eine flüchtige Begegnung und ein Lächeln sind.

Dafür möchte ich hier allen danken! Und auch eich möchte ich danken. Für die Geduld. Ich verpreche euch, es hat sich gelohnt  Ich arbeite daran, das mein Laptop besser funktioniert. Zwischenzeitlich, hatte dieser den Geist aufgegeben.
Projekte stehen an. Rezepte warten darauf getippt zu werden….
Und ich spüre, das der Frühling kommt und die Müdigkeit weniger wird.

Wenn ihr weiterhin Ideen, Fragen oder Anregungen habt, schreibt mich gerne an!
Email, Instagram oder Facebook

Ich freue mich,
eure Christina

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Perfekte Welt?

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Katie Melua… eine wundervolle Künstlerin. Sie begleitet mich schon viel Jahre. Ihre Musik hat mir durch viele Krisen geholfen. Verbindet mich mit besonderen Menschen… während dieser Krisen.

Die Schwerste hatte ich vor 8 Jahren, als ich plötzlich alleinerziehend war. Draussen war es kalt und grau. Drinnen saß ich, mit meinem knapp 1jährigen Sohn, ein weiteres Leben, ungeboren in meinem Bauch. Das erste Jahr war wirklich schlimm für mich. Ich dachte, ich schaffe es niemals, stark genug für 2 Kleinkinder und mich zu sein. Ohne stützende Schulter.
Damals liefen ihre Alben auf meinem CD Player rauf und runter. Vorallem Abends. Wenn ich alleine auf der Couch saß. Weinend. Kraftlos. Erschöpft vom Tag.
1 Wäschekorb Bügelwäsche, einer zum Falten. Schmutziges Geschirr in der Küche, der Boden zum Aufwischen und noch viele andere Kleinigkeiten die darauf warteten erledigt zu werden. Aber ich war müde. Müde vom Alltag. Müde vom Traurig sein.
Doch irgendwann war ich es müde, müde zu sein. Und ich beschloss die Sicht auf alles zu ändern, wenn sich die Dinge schon nicht ändern konnten.
Ich begann, den Haushalt einfach sein zu lassen. Erledigte das wirklich Nötigste und begann meinen Fokus wieder ganz auf diese zwei kleinen wundervollen, strubbeligen und liebevoll lauten Geschöpfe in meinem Bett zu richten. Wie sie friedlich schliefen. Ihr Atem hatte etwas beruhigendes. Ich war garnicht alleine!
Und als ich das in meinem Herzen begriffen hatte, viel alles soviel leichter. Ich konnte wieder Kraft tanken. Ich schweifte beim Vorlesen einer Geschichte nicht ständig mit meinen Gedanken umher.Konnte es wieder ertragen, wenn beim abendlichen Bad alles nass wurde – ich rieb einfach alles mit dem Handtuch am Ende. Die beiden hatten so viel Freude dabei mir zu helfen. Sie kletterten auf die Spülmaschine und räumten die Sachen weg, die sie tragen konnten. Es stand nicht alles sorgfältig im Schrank, manches Glas fand ich bei den Pfannen wieder und ab und zu ging auch etwas zu Bruch, aber wir lernten wieder glücklich zu sein. Zusammen. Das war ein tolles Gefühl  Es standen immer noch Wäschekorbe im Flur. Der Boden wurde nicht täglich gewischt. Aber wir schafften gemeinsam einen Alltag. Und es war wundervoll.
Meine Kinder konnten mich glücklich machen und das spiegelte sich auch in ihnen wieder.

Heute, 8 Jahre später,  tausende Wäschekörbe und hundert zerbrochene Gläser weiter, fehlt mir diese Zeit manchmal. Was war ich doch glücklich, zuhause bei meinen Kindern sein zu können. Miterleben zu dürfen wie sie aufwachsen. Die ersten Jahre sind so besonders und elementar. Keine Mutter sollte dieser Zeit beraubt werden.
Ich denke gerade wieder an meine Oma. Wie sie damals meinen ältesten Onkel kilometerweit bei Wind & Wetter trug, bei der Tagesmutter abgab und wieder kilometerweit in die Schuhfabrik lief. In der Mittagspause schnell nachHause rannte, vorkochte, zurück zur Arbeit hechtete um Abends dann mit müdgeschafften Händen wieder den Sohn abholte und ihn zurücktrug nachHause um ihre Pflichten als Hausfrau&Mutter zu erfüllen….
Oft habe ich mich gewundert und sie gefragt, wie sie das geschafft hat. Sie antwortete oft: „Ich hatte keine andere Wahl“…. aber heute weiß ich zumindest, was ihr Kraft gegeben hat, wenn ich zu meinen Kindern schaue!

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Was ist also die perfekte Welt? Gibt es die überhaupt? Oder liegt es nur an unserem Innern und der Sichtweise zu dem Thema?
Ich denke, jeder hat eine andere Auffassung von Leben. Für den einen sind es materieller Reichtum, ein anderer erfreut sich an seiner Freiheit, an einem guten Job, usw
Für mich ist es die Liebe  Die Liebe zu meinen Kindern, zu meinem Partner, zu meiner Mutter. Und auch die, zu meiner Oma.

Inspiriert zu diesem Text hat mich Katie Meluas neues Video zu „Perfect World“
Ihr Album „In Winter“ ist ganz neu. Es hat mich durch den Abschied meiner Oma getragen,so wie sie mich damals durch die Trennung&Scheidung getragen hat.
Und ich möchte es gerne mit euch teilen

https://vimeo.com/184859361

Welche Musik berührt euch? Habt ihr bestimmte Künstler oder Lieder, die euch in schweren Zeiten tragen?

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Umarmt heute doch einfach mal eure Liebsten  Einfach so!

Eure Christina

Ich freue mich über euer Feedback zu diesem Beitrag, oder eins der anderen Themen auf meinem Blog. Und natürlich übers Teilen